Ein kleiner Schrein am Straßenrand

Über 80 % der Japaner sind Shintoisten. Fast genau so viele sind Buddhisten. Wenn zwei Religionen so friedlich nebeneinander und miteinander existieren, sind Bilder wie dieses nicht verwunderlich: ein kleiner Shinto-Schrein mit einer buddhistischen Statue daneben. Den göttlichen Segen erbittet man sich optimalerweise bei beiden.

In Japan geht es mir hin und wieder so, dass ich nicht genau sagen kann, ob ich gerade vor einem Shinto-Schrein oder einem buddhistischem Tempel stehe. Beide Glaubensrichtungen haben sich gegenseitig beinflusst und Elemente des jeweils anderen aufgenommen.

Was mir bei dem Foto aber besonders gefällt, ist die Tatsache, dass es sich eigentlich um einen großen Parkplatz mitten in der Stadt handelt. Am Wegesrand findet man inmitten von Autos und geschäftigen Einkaufenden einen Mini-Schrein, um kurz inne zu halten und den Göttern zu huldigen. Manchmal ist es sogar noch weniger; nur ein kleines Torii oder ein gekennzeichneter Stein.

Ganz Japan scheint ein heiliger Ort zu sein. Für mich fühlt es sich auf alle Fälle so an.

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Ich bin Elisa, Japan ist meine große Liebe und hier erzähle ich davon. Manchmal nostalgisch, immer mit einem wachen Auge und vor allem viel Begeisterung. Als nächstes geht es über Neujahr nach Tokio, Kyoto und auf die Izu Halbinsel.

2 Kommentare zu “Ein kleiner Schrein am Straßenrand

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