Nagasakis süße Spezialität: Castella Kuchen.

Regionale Spezialitäten: Nagasakis Castella Kuchen

Japaner lieben regionale Spezialitäten. Es gibt ganze Fernsehsendungen, in denen die Moderatoren nur damit beschäftigt sind durchs Land zu fahren und örtliche Leckereien zu probieren. Als Tourist informiert man sich bereits vor einer Reise über besondere Leckerbissen, die man vor Ort dann auch gezielt zu essen versucht und im Optimalfall auch noch als Souvenir für die zu Hause gebliebenen mitbringt. Besucht man die Stadt Nagasaki auf der südlichsten Hauptinsel Kyushu kommt man einer Süßspeise nicht vorbei: Castella Kuchen.

Castella Kuchen – was ist das?

Während ich mittlerweile weiß, dass ganz viele schier verrückt nach Castella oder auch kasutera カステラ sind, muss ich zugeben, dass ich vor einem Tagesausflug nach Nagasaki noch nie von dieser Süßigkeit gehört hatte. Es handelt sich um einen Schwammkuchen aus Biskuitteig, der oft mit Kako oder matcha Grüntee verfeinert wird. Das ursprüngliche Rezept kam im 16. Jahrhundert über die Portugiesen nach Japan. Damals war Zucker teuer und der Castella Kuchen ein Luxusgut.

Heute ist er ein beliebter Treat für Touristen und Schleckermäuler aller Art. Fachgeschäfte für Castella gibt es in Nagasaki quasi an jeder Ecke. Dadurch versuchen sie sich durch besonders schöne Verpackungen oder Abwandlungen wie Versionen mit Schokoladenglasur voneinander abzugrenzen.

Den Castella Kuchen gibt es in Nagasaki in allerlei Variationen: zum Beispiel mit Schokoladenglasur.
Den Castella Kuchen gibt es in Nagasaki in allerlei Variationen: zum Beispiel mit Schokoladenglasur.

Ein zuckersüßes Mitbringsel

Mitbringsel sind für Japaner ein absolutes Muss bei jeder Reise und da bietet sich eine Speise wie der Castella natürlich an. Er ist haltbar, gut portionierbar und als Comicfigur auf der Verpackung einfach supersüß *lach*

Ein beliebtes Mitbringsel für Nagasaki-Touristen: Castella Kuchen in niedlicher Verpackung.
Ein beliebtes Mitbringsel für Nagasaki-Touristen: Castella Kuchen in niedlicher Verpackung.

Wir hatten für uns zwei Scheiben Castella als Snack für die Fahrt zurück nach Fukuoka gekauft: die normale Version und einmal mit Kakao verfeinert. Allein das Auspacken war mal wieder schon ein Erlebnis. Der Kuchen war nicht nur normal in einer Schutzfolie, sondern zusätzlich in einer türkisfarbenen Box verstaut, in der genau zwei Scheiben Platz hatten.

Wir haben uns in Nagsasaki zwei Scheiben Castella Kuchen für die Zugfahrt gegönnt.
Wir haben uns in Nagsasaki zwei Scheiben Castella Kuchen für die Zugfahrt gegönnt.

Geschmacklich…war es eben Schwammkuchen. Lecker, aber keine Offenbarung. (Liebe Castella-Liebhaber, bitte nicht steinigen *lach*) Selbstverständlich würde ich aber jederzeit wieder Castella kaufen. Vielleicht das nächste Mal mit Matchageschmack oder Schokoglasur.

Schwupps, so ein Stück Castella Kuchen ist gleich weg ;)
Schwupps, so ein Stück Castella Kuchen ist gleich weg ;)

Denn so eine Scheibe ist schwuppdiwupp gegessen und versüßt einem die Fahrt.

Hast du schon mal Castella probiert? Magst du ihn oder findest du ihn langweilig? Was ist deine Lieblingssorte?

Kategorien Essen

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Ich bin Elisa, Japan ist meine große Liebe und hier erzähle ich davon. Manchmal nostalgisch, immer mit einem wachen Auge und vor allem viel Begeisterung. Als nächstes geht es über Neujahr nach Tokio, Kyoto und auf die Izu Halbinsel.

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