Der Mishima Schrein in Okazaki

Shinto-Schreine sind nicht nur für Japaner heilige Orte, auch mich ziehen sie magisch an. Tatsächlich kriege ich richtig Entzug, wenn ich in Japan unterwegs bin und mir länger kein größerer Schrein (im Sinn von größer als nur ein Mini-Häuschen am Straßenrand) unterkommt. Dann kann es gut sein, dass ich eine örtliche Toutisten-Karte oder Google Maps zu Rate ziehe und mir blind einen Schrein heraussuche, den ich daraufhin erkunden gehe. Auch wenn ich nur irgendwo die Spitze eines torii zu sehen bekomme, wird ein Umweg gemacht und erkundet. So kam es auch, dass ich den Mishima Schrein in Okazaki entdeckte.

Der Mishima Schrein in Okazaki – eine versteckte Ruheoase

Okazaki hat größere und beeindruckendere Schreine zu bieten als den Mishima Schrein. Ja. Dennoch lohnt sich der Abstecher…vom Parkplatz. Denn das Heiligtum befindet sich direkt angrenzend an ein kleineres Einkaufszentrum, am Flußufer, schräg gegenüber der Burg von Okazaki, neben einem Meeresfrüchte-Restaurant. Ich erwähne es so explizit, weil das mal wieder tyisch Japan ist. „Ein einziges Mischgebiet“, wie es einer meiner Freunde so treffend bezeichnet hat. Und dies beinhaltet Industrie, wie Geschäfte, wie religiöse Stätten.

Ich war an dem kleinen Schrein zu Sonnenuntergang. Goldenes Licht tauchte Bäume und Gebäude in Herbstfarben. Sowohl das Eingangs-Torii als auch meine Person warfen lange Schatten auf den Boden. Da der Mishima-Schrein klein ist, waren keine Priester oder Helfer zu sehen. Auch gab es keinen O-mamori-Verkauf. Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass es hier an Festtagen pusliert, denn das Schreingelände ist verhältnismäßig groß, so mitten in der Stadt.

Auf Entdeckungstour

 

Ich spazierte ruhig umher und konnte ganz in Ruhe und ungestört die feinen, kleinen Details bewundern, die jeden Schrein einzigartig machen. Hier war es zum Beispiel der Darchfirst, der üppig mit Blumen verziert war. Etwas, das ich bei Dachziegeln so noch nie gesehen hatte.

Oder eine kleine Buddhastatue, der wer weiß wie lange schon der Kopf abhanden gekommen ist und die dennoch dadurch ihre Daseinsberechtigung nicht verloren hat.

Ihr seht, ich hatte Spaß zu flanieren und für einige Zeit, der Stadt zu entfliehen. Schrein-Entdecker sein, das ist einer der vielen Gründe für meine Japanliebe :)

Weitere Infos

Weiter Infos (japanisch)
Eintrag auf yaokami.jp (japanisch)
Facebook Seite
Eintritt: kostenlos
Feiertag (Matsuri): 12.10.
Besonderheiten: hilft angeblich bei Krebserkrankungen

Google Maps

Kategorien Reisen

über

Ich bin Elisa, Japan ist meine große Liebe und hier erzähle ich davon. Manchmal nostalgisch, immer mit einem wachen Auge und vor allem viel Begeisterung. Als nächstes geht es über Neujahr nach Tokio, Kyoto und auf die Izu Halbinsel.

2 Kommentare zu “Der Mishima Schrein in Okazaki

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