Japanische Mülltrennung mit den Eco Commanders

Mülltrennung ist in Japan ein Riesen-Thema. Brennbarer und nicht brennbarer Müll, Dosen, Flaschen, Papier, Plastik…und, und, und. Kein Wunder also, dass ich in der Einführungsverantsaltung meiner Sprachschule in Okazaki saß und es nur kurz um Schule und Leben im neuen Land ging und dann stundenlang um richtiges Recycling.

Jede Müllgruppe muss in gesonderte Säcken und an unterschiedlichen Tagen zu ausgewiesenen Müllabholplätzen in der Nachbarschaft gebracht werden. Eine Wissenschaft für sich. Und wenn da so eine Horde unwissender ausländischer Studenten antanzt, hilft nur noch eins: Die Eco-Commanders müssen ran *lach*

Im Comic-Stil erklärt das Heft die Mülltrennungsregeln von Okazaki. Und es wäre nicht Okazaki, wenn den Power Rangers ähnlichen Figuren nicht auch noch Tokugawa Ieyasu zu Hilfe kommen würde, einer der drei Reichseiniger Japans und geboren in…na..Okazaki ;)

Für alle, die auch schon in Japan gelebt haben: Gab es so etwas in eurer Stadt auch?


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Kategorien Alltägliches

Über

Ich bin Elisa, Japan ist meine große Liebe und hier erzähle ich davon. Meine Japanreisen 2019: im Mai war ich zweieinhalb Wochen an der San-in Küste, im November auf Shikoku. What's next?

3 Kommentare zu “Japanische Mülltrennung mit den Eco Commanders

  1. Pingback: Flaschen- und Dosenrecycling deluxe - japanliebe.de

  2. Hallo Elisa,
    kann ich nur bestätigen — Mülltrennung in Japan ist eine zeitraubende Wissenschaft.
    In Kobe geht das ähnlich, aber ohne Comic und Einweisung durch die „Einheimischen“, aber wehe man bringt den falschen Beutel am falschen Tag raus!
    Die Dinger sind alle unterschiedlich (für jeden Inhalt) beschriftet, aber ansonsten durchsichtig, und da gibt es doch immer eine(n) „Blockwartoma/opa“ der einem sofort zur Seite springt, wenn man sich mit dem falschen Gebinde dem Sammelplatz nähert (ich glaube die lauern manchmal richtig in irgend einem Fenster ….).
    Und wenn man dann das blau Netz, welches zum Schutz vor Dohlen und Krähen über die Tütenhaufen gelegt werden muss, nicht richtig schliesst, gibts auch Mecker.
    Ebenso wenn man es wag, abends vor dem korrekten Müllabholtag mit dem richtigen Müll am richtigen Sammelplatz zu sein — auch wieder falsch!!
    Denn erst ab 6 Uhr morgends des Abholtages ist das Ablegen der Beutel erlaubt.
    Ist echt anstrengend in Kobe und ich werde es wohl kaum vollständig lernen — will ich glaube ich auch nicht, denn ich bezweifle ernsthaft, dass NACH der Abholung des Müll diese Trennung wirklich erhalten bleibt.
    Wenn ich so sehe, was an den Sammelplätzen (im Hafengebiet von Kobe) passiert — da wird alles wieder munter zusammen gelagert. Also ich weiss nicht ….
    Soviel mal als Erfahrungsbericht aus einer anderen Region.
    Gruss

    • Hallo Olaf, vielen Dank für den ausführlichen Kommentar. Den Müll-Blockwart scheint es überall in Japan zu geben, darüber schreibe ich auch nächste Woche nochmal was.
      Dort wo ich war, scheine ich aber Glück gehabt zu haben, es war auch okay die Müllsäcke schon am Vorabend raus zu bringen (vorausgesetzt wie du schreibst man bringt das Netz gegen die Krähen danach wieder ordnungsgemäß an).

      Und ob der Müll so sauber getrennt bleibt, da sagst du was!? Selbst hier in Deutschland hört man immer wieder, dass die Gelben Säcke verbrannt werden. Da hätte man sich gleich das Sortieren sparen können.

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