"Cells at Work!" und "Demon Slayer" Band 1

Angelesen: „Demon Slayer“ und „Cells at Work!“

Die Bücher wurde mir freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Das Lesen von Manga war für mehrere Jahre bei meiner Japanleidenschaft aus dem Fokus geraten. Durch das fantastische „Tante NonNon“ bin ich wieder voll drin und entdecke gerade viele neue Serien für mich. Heute stelle ich dir zwei Serien vor, die bei Manga Cult erscheinen: „Demon Slayer“ und „Cells at Work!“.

Während „Demon Slayer“ in Japan gerade alle Verkaufsrekorde bricht (Anfang Februar belegten die bis dato erschienenen 18 Bände die Plätze 1–18 der japanischen Verkaufscharts), holt „Cells at Work!“ nostalgische Erinnerungen an eine meine Lieblingszeichentrickserien der Kindheit hervor: „Es war einmal … das Leben“.

Demon Slayer

Bei "Demon Slayer" wird gezielt mit klaren Linien und traditionellen japanischen Mustern gearbeitet.
Bei „Demon Slayer“ wird gezielt mit klaren Linien und traditionellen japanischen Mustern gearbeitet.

Tanjiro Kamado hat kein einfaches, aber doch friedliches Leben. Um seine Mutter und Geschwister zu ernähren, verkauft er Kohle bei den anderen Dorfbewohnern. Als er eines Tages nach Hause zurück kehrt, erwartet ihn ein grauenhafter Anblick: seine Familie wurde von einem Dämon grausam getötet.

Einzig seine Schwester Nezuko ist noch am Leben, doch inwiefern sie noch ein Mensch oder selbst zum Dämon geworden ist, bleibt unklar. Tanjiro glaubt an das Gute in ihr und macht sich auf die Suche, um ein Heilmittel für Nezuko zu finden.

Schnell wird klar, dass er dafür selbst zum Dämonenjäger – einem Demon Slayer – werden muss. Eine harte Ausbildung voller Entbehrungen beginnt…


„Demon Slayer“ ist als klassische Heldenreise angelegt. Die Hauptfigur wird auf unsanfte Weise hinaus ins Leben geschubst und muss nun ihren Weg finden. Einer Geschichte dieser Art zu folgen macht immer Spaß.

Was „Demon Slayer“ auf den ersten Blick von der Masse abhebt, ist jedoch Protagonist Tanjiro. Er ist gefühlvoll und trotz der fantastischen Umstände unglaublich menschlich. Er hat Ängste, Zweifel und gleichzeitig sehr viel Hoffnung.

Das Muster der Kleidung sticht sofort ins Auge, der wenig ausgeschmückte Hintergrund vermittelt Perspektive.
Das Muster der Kleidung sticht sofort ins Auge, der wenig ausgeschmückte Hintergrund vermittelt Perspektive.

Seine Ausbildung zum Dämonenjäger wird nicht in wenigen Seiten abgehandelt, stattdessen bekommt man als Leser ein Gefühl dafür, wie lange es dauert, im Leben etwas zu erreichen und welche Unsicherheiten einen dabei begleiten.

Der Zeichenstil ist klar und mich begeistert der Einsatz traditioneller japanischer Muster in Hintergründen und Kleidung der Figuren.

Bei den Artworks kommen besonders viele Muster zum Einsatz. Hier am auffälligsten das "asa no ha" – Hanfblüte.
Bei den Artworks kommen besonders viele Muster zum Einsatz. Hier am auffälligsten das „asa no ha“ – Hanfblüte.

Wenn du dich für japanische Muster interessierst, lege ich dir auf Instagram JapanPatternPassion ans Herz. Diesen Kanal habe ich gemeinsam mit Flora und Wanda gegründet.

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Cells at Work!

Manga Cult geizt nicht bei der Qualität ihrer Manga und spendiert den Bänden Farbseiten. Bei "Cells at Work!" kommen die unterschiedlichen Zelltypen erst durch die Colorierung so richtig zur Geltung.
Manga Cult geizt nicht bei der Qualität ihrer Manga und spendiert den Bänden Farbseiten. Bei „Cells at Work!“ kommen die unterschiedlichen Zelltypen erst durch die Colorierung so richtig zur Geltung.

Der Manga „Cells at Work!“ nimmt den Leser mit in den menschlichen Körper. Gemeinsam mit dem roten Blutkörperchen AE3803 trifft man die unterschiedliche Zellentypen, die einen tagtäglich am Laufen halten. Dabei herrscht selten Normalbetrieb im Körper. Ständig gibt es Gefahren wie eindringende Bakterien, Schürfwunden oder allergische Reaktionen auf Pollen, die unsere Zellen auf Trab halten.


„Es war einmal … das Leben“ meets Japan. Autorin Akane Shimizu erzählt detailgetreu und dennoch in bester Mangatradition alltägliche Vorgänge im Körper. Dabei bedient sie sich einerseits an medizinischem Fachwissen und andererseits an gängigen Manga-Stilmitteln. So stolpert das weibliche, rote Blutkörperchen AE3803 etwas tolpatschig durch den Körper, während das männlich dargestellte weiße Blutkörperchen U-1146 mit seinem beunruhigenden Killer-Blick recht psychopathisch anmutet. Auch mit Splattereffekten wird zum Beispiel beim Ausmerzen von ungebeten Bakterien-Gästen wird nicht gegeizt.

Horrormanga oder doch nur Biologie?
Horrormanga oder doch nur Biologie?

Dabei gibt es mit „Cells at Work! Black“ noch einen düstereren Ableger, bei dem Themen wie der Umgang des Körpers mit Alkohol und Nikotinsucht behandelt werden.

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Elisa

Über

Ich bin Elisa, Japan ist meine große Liebe und hier erzähle ich davon. Meine Japanreisen 2019: im Mai war ich zweieinhalb Wochen an der San-in Küste, im November auf Shikoku. What's next?

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