Eine Fähre pendelt regelmäßig zwischen Kagoshimaund der Hausvulkan der Stadt – dem Sakurajima – hin und her.

Japan-Adventskalender: 20. Dezember – Kagoshima

Kennst du das, wenn du dich an etwas zurück erinnerst und dir im Nachhinein denkst „Mann, war ich naiv und doof damals“? So geht es mir, wenn ich an den Tag denke, als ich an der Uni vor dem schwarzen Brett der Japanologie stand und dort ein Zettel hing, dass es noch letzte freie Austauschplätze mit der Partneruniversität in Kagoshima gäbe. Man möge sich bei Interesse bitte bei XY-Sensei melden. Das war, bevor ich jemals japanischen Boden betreten hatte, also googelte ich…hm, Kagoshima….WTF!!!? Die haben einen Vulkan vor der Haustür? Ständig regnet es Asche? No way gehe ich da hin!

Kagoshima – ein Vulkan vor der Haustür, Sandbäder und Prinzessin Mononokes Wald

Nun stehe ich also in Kagoshima, habe Blick auf den „Hausvulkan“ der Stadt – den Sakurajima. Mindestens alle paar Tage spuckt er etwas Dunst und Asche, regelmäßig bricht er auch aus und veranstaltet ein feuriges, blitzendes Spektakel. Und alles was ich denken kann ist: „Geil! Der Hammer!“ Ich hätte die Chance gehabt hier ein Jahr zu verbringen und ich habe es nicht mal in Erwägung gezogen. Ich Schaf!

So war ich also nur glückliche Touristin in und um Kagoshima und man kann hier gut und gerne einige Zeit verbringen, ohne dass einem die Ausflugsziele ausgehen. Lust auf ein Sandbad (ja ja, richtig gelesen, nicht Strand- sondern Sandbad), dann ab nach Ibusuki. Wer von Vulkanen nicht genug bekommt, sieht sich den Kaimondake mit seiner perfekten Pyramidenform an. In Chiran gibt es viel zu sehen für historisch Interessierte mit einem Samurai-Distrikt und einem Museum, dass sich mit Kamikazepiloten des 2. Weltkriegs beschäftigt.

Mit genügend Zeit und Geld ist da natürlich auch die Möglichkeit einen Abstecher auf die Insel Yakushima zu machen, die mittlerweile abgesehen von ihren Jahrtausende alten Zedern vor allem für einen Teil ihres Urwaldes bekannt ist, der im Volksmund der Wald von Prinzessin Mononoke genannt wird. Ich war dort und kann euch nur sagen, dass mir Schauer über den Rücken liefen (was generell die Reaktion ist, die der Ghibli-Film bei mir auslöst), ein einzigartiges Erlebnis.

Japankarte: Die Präfektur Kagoshima.
Japankarte: Die Präfektur Kagoshima.

Aber zurück zu Kagoshimas Hausvulkan. Auf dem Bild heute siehst du ihn, den Sakurajima (zumindest einen Teil davon). Man kann mit der Fähre hinüber fahren und wandern gehen. Oder bei der Rettich-Ernte helfen. Japans Nationalgemüse wird dort nämlich durch die fruchtbare Vulkanerde zwischen 6 und 45 kg schwer 😱

Warst du schon in Kagoshima? Wie hat es dir gefallen? Hast du Ausflugsvorschläge für die Präfektur?

Dieser Artikel ist Teil einer Adventsaktion mit einem Einblick in 24 japanische Präfekturen. Eine Übersicht über alle Adventskalenderbeiträge findest du hier.

Kategorien Reisen

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Ich bin Elisa, Japan ist meine große Liebe und hier erzähle ich davon. Momentan bewerbe ich mich als Volunteer für die Olympischen Spiele in Tokyo 2020. Die nächste Reise ist für 2019 geplant.

3 Kommentare zu “Japan-Adventskalender: 20. Dezember – Kagoshima

  1. Ich fürchte, Miyazaki werden wir dieses Mal noch nicht sehen. Es gibt definitiv zu viel auf Kyushu für unsere zwei Wochen … *seufz* Also nehmen wir uns dieses Mal vor allem die Westküste vor (von Kagoshima über Kumamoto nach Nagasaki und Fukuoka) und im Geiste plane ich schon die zweite Kyushu-Tour, wo wir dann die Ostküste inkl. Miyazaki unsicher machen werden ^^ Wir haben allerdings den Yutoku Inari Schrein auf dem Plan, der soll ja auch wunderschön und ein (noch) eher unbekanntes Ziel sein.

  2. Kagoshima und Yakushima wird sicherlich das Highlight nächstes Jahr, wenn es nach Kyushu geht, da freue ich mich am meisten drauf!

    • Und dringend Miyazaki bzw. von dort aus ein Tagesausflug nach Aoshima und zum Udo Jingu. Zwei der schönsten Schreine in ganz Japan <3

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