Japan-Adventskalender: 24. Dezember – Tokio

Es ist soweit: Heiligabend ist hier und wir beenden unsere gemeinsame Reise durch 24 Präfekturen Japans. Und was sonst könnte sich hinter dem letzten Türchen verstecken als Tokio –Japans Hauptstadt, eines der menschenreichsten Gebiete der Welt, die wahre Stadt, die niemals schläft, in der es alles gibt, was man sich auf dieser Erde vorstellen kann und jene, in der ich mein einziges Weihnachten in Japan vor mittlerweile neun Jahren verbrachte.

Auf nach Tokio

Da ein Post, egal in welchem Rahmen und schon gleich nicht in so einem kleinen, nicht reicht, um zu erzählen, was man in Tokio alles sehen und erleben kann, erzähle ich ein bisschen davon, wie es war Weihnachten dort zu verbringen. Mein erstes Weihnachten weg von der Familie, ohne die bekannten Traditionen oder einem Baum. Stattdessen beschlossen meine beiden besten Freundinnen von der Sprachschule und ich in die große Stadt zu fahren.

Früh mussten wir los, doch einmal war uns das Aufstehen egal. Stattdessen standen wir völlig überdreht in Okazaki am Bahnhof und tingelten los. Anders kann mane s nicht bezeichnen, denn da wir natürlich nicht viel Geld hatten, musste ein Zugticket reichen, bei dem man zwar den ganzen Tag, aber nur mit Regionalzügen fahren durfte. Da gehen schon einmal viele Stunden ins Land, um von A nach B zu kommen. Doch diese waren wundervoll, da wir gefühlt stundenlang am Fuji vorbei fuhren. Die japanischen Damen im Zug kicherten über unsere Aufregung, als wir mit den Kameras an der Scheibe klebten, um Japans Wahrzeichen endlich zu fotografieren.

Heiligabend in Japans Hauptstadt

Endlich angekommen verbrachten wir ein paar tolle Tage. Vor allem hatte ich das Glück, dass eine von uns sich von früheren Reisen schon richtig gut auskannte und so für uns geplant hatte, was alles anzuschauen war. Und natürlich waren wir viel shoppen. Gestrickte, zauberhafte Kleidchen, mit viel Spitze, Kapuze und Bommeln waren gerade in und wir suchten und probierten in Harajuku so lange, bis wir auch welche für unsere europäische Statur gefunden hatten (Bommel siehe Foto).

Am Heiligabend selbst fuhr dann ein Teil von uns nach Nikkō, doch ich wollte nicht mit…hallo, wie naiv war ich eigentlich zu der Zeit noch, mir das entgehen zu lassen? Aber das sollte ich ja auf all den weiteren Reisen nachholen. Und so bummelte ich mit einer Freundin größtenteils durch Roppongi. Wie ich schon öfter erzählt habe, ist Japan größtenteils nicht christlich. Das heißt Weihnachten ist kein Feiertag, doch im kommerziellen Bereich setzet es sich natürlich langsam durch, diese zusätzliche Einnahmequelle mit Deko und Werbung anzukurbeln. Also kam durchaus Weihnachtsstimmung auf und wir fanden sogar einen einen kleinen Weihnachtsmarkt. In Roppongi entstand dann auch das Foto des heutigen Beitrags.

Japankarte: Die Präfektur Tokyo.
Japankarte: Die Präfektur Tokio.

Abends trafen wir wieder zusammen und gingen lecker japanisch essen und hatten einfach Spaß. Später zurück im Hotel schalteten wir uns per Skype oder Messenger durch die Zeitverschiebung dann doch noch zu Hause bei der Bescherung mit ein. Sicher, kein Heiligabend im klassischen Sinn, aber ein fröhlicher, den ich nie vergessen werde.

Ein Adventskalender geht zu Ende

Wow, was war das für ein Dezember. Der arbeitsreichste in meinem ganzen Leben und dann auch noch der Adventskalender hier auf dem Blog. Was lockerflockig aussieht, ist in Wirklichkeit sehr viel Arbeit und erfordert viel Disziplin und einen eisernen Willen. Die Idee zum Adventskalender kam recht spontan, so war nicht viel mit Vorbereitungszeit und fast alle Türchen entstanden just in time. Zum Teil schrieb ich noch 2 Uhr morgens, während mir beim Tippen schon die Augen zufielen. Über das Endergebnis bin ich aber sehr zufrieden. 24 Tage lang rief ich Erinnerungen wach und konnte dir hoffentlich ein wenig Inspiration geben, welch schöne Orte man in Japan (noch) alles besuchen kann. Vielen Dank für die lieben Kommentare und das positive Feedback. Es hat mir großen Spaß gemacht und etwas ähnliches gibt es mit Sicherheit auch im nächsten Jahr. Jetzt mache ich erst mal ein paar wohlverdiente Tage Pause. Wir lesen uns spätestens im neuen Jahr ;)

Fröhliche Weihnachten! メリークリスマス!

Dieser Artikel ist Teil einer Adventsaktion mit einem Einblick in 24 japanische Präfekturen. Eine Übersicht über alle Adventskalenderbeiträge findest du hier.

Kategorien Reisen

über

Ich bin Elisa, Japan ist meine große Liebe und hier erzähle ich davon. Momentan bewerbe ich mich als Volunteer für die Olympischen Spiele in Tokyo 2020. Die nächste Reise ist für 2019 geplant.

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