Eine traditionelle, japanische Holzbogenbrücke in Iwakuni.

Japan-Adventskalender: 4. Dezember – Yamaguchi

„Präfektur Yamaguchi, noch nie von gehört“, denkst du dir vielleicht. Und es wäre auch nicht verwunderlich, denn Yamaguchi befindet sich südwestlich von Hiroshima, dort wo sich nicht mehr ganz so viele Touristen hin verirren. Wenn dann brausen sie hindurch auf dem Weg nach Kyushu, um Nagasaki oder Kagoshima zu besuchen. Doch einen Halt machen hier die wenigsten. Dabei hat die „kleine“ Stadt Iwakuni (wir sprechen hier von 150.000 Einwohnern, also klein für japanische Verhältnisse) eine besonders schöne Brücke, für die sich ein Halt oder Tagesausflug von Hiroshima aus durchaus lohnt.

Iwakuni – eine hübsche Holzbrücke und weiße Schlangen

Der Bahnhof an der Shinkansen-Haltestelle Shin-Iwakuni spuckt an diesem Tag nicht allzu viele Touristen aus…oder Fahrgäste generell. Nur eine andere junge Frau außer uns hat sich dorthin verirrt, gemeinsam versuchen wir den Busplan zu entziffern. Man muss ein Stück fahren von hier aus, um zu den Touristenattraktionen von zu kommen und ich versuche herauszufinden, ob unser angepeiltes Zeitfenster reicht. Tut es.

Kurze Zeit später halten wir ein Kombiticket in der Hand für Burg und Brücke und letztere erstreckt sich vor uns über den Fluss. Majestätisch und durchaus so beeindruckend, wie ihr nachgesagt wird. Fünf Holzbögen sind es. Man läuft über Bogen nach Bogen und fühlt sich kurz zurück versetzt in ein Japan, das von reisenden Händlern durchstreift wurde, die ihre Ware auf dem Rücken transportierten und hier in den Sommermonaten bestimmt ins Schwitzen kamen, wenn sie unterwegs waren, um ihre Waren am anderen Ufer darzubieten. Am Fuß des Berges, auf dem die Burg von Iwakuni thront.

Wie so viele Bauten ihrer Art wurde die Burg erst kürzlich wieder errichtet. Das Innenleben ist nicht mehr original und das darin beherbergte Museum ist für uns eher uninteressant, doch der Ausblick ist gigantisch. Wieder unten gibt es dann noch seltene weiße Schlangen zu bestaunen, zu denen es natürlich auch passende Talismane zu kaufen gibt. Jetzt noch ein Softeis, das es gefühlt in hundert verschiedenen Sorten gibt, und dann husch husch zurück zum Bahnhof und auf zu neuen Abenteuern,

Japankarte: Die Präfektur Yamaguchi.
Japankarte: Die Präfektur Yamaguchi.

Warst du schon in Iwakuni? Wie hat es dir gefallen? Hast du Ausflugsvorschläge für die Präfektur Yamaguchi?

Dieser Artikel ist Teil einer Adventsaktion mit einem Einblick in 24 japanische Präfekturen. Eine Übersicht über alle Adventskalenderbeiträge findest du hier.

Kategorien Reisen

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Ich bin Elisa, Japan ist meine große Liebe und hier erzähle ich davon. Momentan bewerbe ich mich als Volunteer für die Olympischen Spiele in Tokyo 2020. Die nächste Reise ist für 2019 geplant.

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