Meine taiwanesischen Freundinnen an der Sprachschule sitzen lachend und aufgeregt plaudern um ein Reiseprospekt. Ich bin ein wenig neidisch, weil sie durch ihre Muttersprache im Japanischen so viel lesen und dadurch mit dem farbenfrohen Katalog richtig etwas anfangen können. Ich liebe sie, diese japanischen Reisemagazine mit Tipps, fertigen Routen und vor allem einer sehr niedlichen, bunten Aufmachung. Jedenfalls ging es bei der fröhlichen Runde um die Planung eines Ausflugs in den Semsterferien. Ich werde gefragt, ob ich auch mit möchte, doch ich habe schon etwas vor. Wo es hingehet? An den Biwa See (auf Japanisch Biwa-ko), dort soll es besonders leckere Erdbeeren geben.
Shiga – Eine Präfektur rund um den Biwa See
Bei meinem ersten Asuflug an den Biwa See ist alles andere als Erdbeersaision. Es ist Januar und der Wind pfeift einem hier besonders kalt um die Ohren. Da es nicht so viele Stunden mit Tageslicht gibt, beschränkt sich der Ausflug auf zwei Städte am östlichen Ufer Japans größten Sees: Nagahama und Hikone. In beiden Orten wartet eine Burg darauf besichtigt zu werden. Während die Erinnerung an Nagahama zugegebenermaßen schnell wieder verlasst ist, habe ich Hikone gut im Gedächtnis behalten.
Die Stadt ist ein schöner Tagesausflug von Kyoto aus und man bekommt einiges Geboten: traumhafte Landschaft (in die eine Richtung der Biwa See, in die andere schneebedeckte Berge), eine der vier Burgen Japans, die sich mit dem Siegel „National Treasure“ schmücken darf.

Was meinst du, ist es nicht ein besonders schönes Schloß? Vor allem ist es auch das mit einem der niedlichsten Stadtmaskottchen von ganz Japan: der Katze Hikonyan (es könnte sein, dass es ein Selfie von mir und der Katze gibt, nyan). Und – ich betone an dieser Stelle mal wieder, dass ich eigentlich kein großer Fan, sondern vielmehr Banause bin, was japanische Gärten angeht – am Fuße der Burg liegt direkt der Genkyuen. Vielleicht der Garten, der mir bisher am besten von allen gefallen.

So geht ein halber Tag schnell rum und man hat nur Hikone besucht. Dabei gibt es rund um den Biwa-ko noch so viel mehr zu entdecken. Auf meiner Liste steht zum Beispiel dringend der Shirahige Schrein, der wie der Itsukushima Schrein auf Miyajima ein torii im Wasser hat.
Warst du schon in Hikone? Wie hat es dir gefallen? Hast du Ausflugsvorschläge für die Präfektur?
Dieser Artikel ist Teil einer Adventsaktion mit einem Einblick in 24 japanische Präfekturen. Eine Übersicht über alle Adventskalenderbeiträge findest du hier.
PS: Wenn du täglich ein Stück Japan in deinen Social-Media-Feeds und dich mit anderen Japan-Fans austauschen möchtest, folge mir auf Facebook, Instagram, Twitter und Pinterest.
Noch mehr Neuigkeiten, Infos, Lustiges und Skurriles gibt es jeden Montag im Japanliebe Newsletter. Trag dich gleich ein und lerne Japan mit mir kennen.
Liebe Elisa,
in Hikone hat es uns und besonders meinem Mann auch sehr gut gefallen! Hikonyan hat es ihm total angetan *lach* Vor allem hatten wir das Glück durch puren Zufall in die „Hikonyan-Show“ reinzustolpern, bei der Hikonyan – oder besser ein höchst engagierter Mitarbeiter in riesigem Hikonyan-Kostüm – einfach eine Stunde lang niedlich durch die Gegend tappst <3
Ich hatte die Show leider verpasst. Dabei ist Hikonyan so niedlich!