Das Tor zum Zenkō-ji-Tempel in Nagano.

5 Gründe, Nagano zu besuchen

Nagano ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur und liegt mitten in den japanischen Alpen. Die Uhren ticken hier ein bisschen anders als im nicht all zu weit entfernten Tōkyō. Denn hier sagen sich noch Fuchs und Hase gute Nacht, oder sagen wir lieber Schneeaffe und Tanuki. Wenn du Nagano bei deiner Japanreise besuchst, ist das gleichbedeutend mit Entschleunigung. Und ganz nebenbei erlebst du noch tolle Ausflüge in die Natur und bekommst ein bisschen Olympia-Feeling.

1. Erfühle blind den Schlüssel zum Paradies im Zenkō-ji-Tempel

Im Zenkō-ji-Tempel in Nagano befindet sich die älteste Buddhastatue Japans.
Im Zenkō-ji-Tempel in Nagano befindet sich die älteste Buddhastatue Japans.

Ohne der Zenkō-ji-Tempel gäbe es die Stadt Nagano nicht. Er wurde im Jahr 642 gegründet, woraufhin erst die Stadt außenrum zu wachsen begann. Was ihn so besonders macht: der Zenkō-ji-Tempel beherbergt die erste Buddhastatue, die je nach Japan gebracht wurde.

Die wertvolle Figur macht den Tempel zu einem der wichtigsten des Landes. Allerdings kann man den Buddha als Besucher nicht sehen. Nur alle sechs Jahre wird eine Kopie davon der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das nächste Mal vom 03. April bis 29. Mai 2022.

Auf dieser ema-Wunschatfeln am Zenkō-ji-Tempel in Nagano kann man mit Stickern markieren, für welchen Teil des Körpers man sich Heilung erbittet.
Auf dieser ema-Wunschatfeln am Zenkō-ji-Tempel in Nagano kann man mit Stickern markieren, für welchen Teil des Körpers man sich Heilung erbittet.

Aber auch, wenn du die Statue selbst nicht sehen kannst, gibt es eine Menge anderer Sachen auf dem Gelände zu entdecken und zu erleben: prächtige Eingangstore, diverse Statuen (an einer reibst du jene Stellen, für die du dir an deinem eigenen Körper Heilung wünschst) und einen dunklen Gang, in dem du nach dem Schlüssel zum Paradies suchen kannst. Hier ist dein Tastsinn gefragt.

2. Begib dich auf die Spuren der Olympischen Winterspiele in Nagano 1998

Noch immer erinnern farbige Kanaldeckel an die Olympischen Winterspiele 1998 in Nagano.
Noch immer erinnern farbige Kanaldeckel an die Olympischen Winterspiele 1998 in Nagano.

Nagano ist vielen vor allem als Austragungsort der Olypmischen und Paralympischen Winterspiele 1998 bekannt. Bis heute kannst du ein wenig des Olympischen Geistes über die Stadt verteilt entdecken. Sei es eine große Plakette am Bahnhof, Denkmäler am Straßenrand oder Kanaldeckel mit entsprechendem Motiv.

Eine Miniaturausgabe des Olympischen Feuers von Nagano 1998.
Eine Miniaturausgabe des Olympischen Feuers von Nagano 1998.

Wenn du großer Olympia-Fan bist, kannst du dich auch mit dem Bus auf den Weg zu den Stadien und Hallen machen, die immer noch als Sport- und Kulturstätten genutzt werden. Am interessantesten sind die ehemalige Eisschnelllauf-Halle M-Wave, in der sich ein kleines Museum zu den Spielen befindet, und das Olympische Stadion, vor dem damals das Olympische Feuer brannte.

3. Schlemme Naganos regionale Spezialitäten

Aufgrund seiner geografischen Lage gibt es in Japan jede Menge Seafood. Jedoch nicht in den Bergregionen. Rund um Nagano hat sich durch die lokalen Begebenheiten eine ganz eigene Küche herausgebildet. So sind die japanischen Alpen zum Beispiel nicht ideal, um Reis zu kultivieren, Buchweizen wuchs dafür von ganz alleine. Deshalb ist Nagano der Nummer 1 Spot im Land, um Soba-Buchweizen-Nudeln zu essen.

An diesem Restaurant in Nagano kannst du durch ein Fenster beobachten, wie Buchweizennudeln frisch hergestellt werden.
An diesem Restaurant in Nagano kannst du durch ein Fenster beobachten, wie Buchweizennudeln frisch hergestellt werden.

Ebenso produziert die Präfektur mehr Miso-Paste als jede andere in Japan. Kein Wunder also, dass eines der „Muss man in Nagano gegessen haben“-Gerichte Shinshu Miso Ramen ist.

Und dann sind da natürlich noch Berggemüse und Pilze. Diese probierst du am besten als Füllung von Oyaki-Klößen. Die gefüllten Teigtaschen bestehen aus Weizenmehl und werden erst gedämpft und danach gegrillt.

Gefüllte Teigtaschen sind eine Spezialität in Nagano.
Gefüllte Teigtaschen sind eine Spezialität in Nagano.
Ein oyaki-Weizenkloß gefüllt mit Apfel.
Ein Oyaki-Weizenkloß gefüllt mit Apfel.

4. Besuche die im Onsen badenden Schneeaffen

Keine Affenart lebt weiter nördlich als der Japanmakake. Und eine kleine Gruppe in den Bergen hat gelernt, im Wasser der heißen Quellen zu entspannen. Ja wirklich! Forschungen deuten darauf hin, dass die schlauen Tiere das Baden zum Stressausgleich nutzen. Genau wie wir eben.

Vielleicht die berühmtesten lebenden Affen der Welt: Japans im heißen Wasser badende Schneeaffen.
Vielleicht die berühmtesten lebenden Affen der Welt: Japans im heißen Wasser badende Schneeaffen.

Und genau diese Gruppe Affen kannst du in Yamanouchi besuchen, was sich als Ausflug von Nagano aus anbietet. Entweder an einem Tag oder mit Übernachtung in einem traditionellen Gasthaus mit Option auf tierische Badegäste.

5. Iss frischen Wasabi und erkunde Japans schönste schwarze Burg

Frische wasabi-Knollen zum Verkauf auf der Daoi Wasabi Farm in Azumino.
Frische Wasabi-Knollen zum Verkauf auf der Daoi Wasabi-Farm in Azumino.

Einen weiteren tollen Tag kannst du auf der Daio Wasabi-Farm und in der Burgstadt Matsumoto verbringen.

Auf der weitläufigen Farm erlebst du hautnah, wie die grüne, scharfe Wurzel, die wir alle so gern zum Sushi essen, angebaut wird. Und natürlich kannst du den Wasabi auch probieren: als Saft, Krokette, ja sogar als Softeis.

Japanbloggerin bei der Arbeit :) Die schwarze Burg in Matsumoto mit der roten Brücke davor ist eine meiner Lieblingsburgen in Japan.
Japanbloggerin bei der Arbeit :) Die schwarze Burg in Matsumoto mit der roten Brücke davor ist eine meiner Lieblingsburgen in Japan.

Das Highlight von Matsumoto ist eindeutig die Festung. Sie ist nicht nur eine der letzten zwölf Originalburgen Japans sondern meiner Meinung nach auch das schönste schwarze Schloss des Landes.


Nagano ist das Herz der japanischen Alpen und eine spannende Destination für deine Japanreise. Und durch den Anschluss ans Shinkansen-Netz vor allem nur einen Katzensprung von Tōkyō entfernt. Oder sagen wir Affensprung. 😉

Quellen und weiterführende Links

Miss HappyFeet: Zenkoji Temple, Nagano

Japan Guide: Nagano Travel: Olympic Facilities

Go! Nagano: 9 of Nagano’s Best Local Foods

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Kategorien Reisen

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Ich bin Elisa, Japan ist meine große Liebe und hier erzähle ich davon. Meine Japanreisen 2019: im Mai war ich zweieinhalb Wochen an der San-in Küste, im November auf Shikoku. What's next?

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